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#fridaysforfuture
2019-04-17 10:30

#fridaysforfuture

Kohleausstieg im Jahr 2038, in 19 Jahren, erst vor wenigen Wochen beschlossen! „Revolution!“ möchte man/frau laut rufen. Die Dieselfahrverbote sollen mit einem aufgeweichten Grenzwert umgangen werden, Formel: 50=40… auf dass wieder mehr Menschen mit ihrem Auto in die Städte fahren. Die Lungenärzte haben es auch gesagt: Ist nicht schlimm. Ihr Klimaziel hat die Bundesregierung seit längerem in die Tonne getreten.
Gleichzeitig: Der baden-württembergische Verkehrsminister eröffnete vor etwa zwei Jahren schon mit durchaus merkbarem Medienrummel einen neuen Radweg, der 500m nach dem stolz durchschnittenen Band im Schotter endete (was er nicht wusste - was aber andererseits alles andere als eine Überraschung ist).
Irgendwie… eine wirklich durchschlagende Performance ist in den Gegenmaßnahmen zur Erderwärmung nicht erkennbar. Viele Jugendliche haben davon nun genug, sie streiken für den Klimaschutz. Nein, nicht am Sonntag. Am Freitagvormittag!

Die Reaktionen darauf sind sehr geteilt. Sie reichen von anerkennender Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen bis hin zu erneuten Grabgesängen auf den Rechtsstaat, der sich angeblich nicht durchsetzt.
Dabei erscheint eines klar: Die Kinder und Jugendlichen haben die Gesetze der medialen Berichterstattung sehr gut begriffen: Ohne Streik berichtet exakt niemand über ihr Engagement. Erst der Streik macht den Protest wirksam. So ist das Argument, die Kinder und Jugendlichen könnten auch am Sonntag protestieren zwar auf einer pragmatischen Ebene korrekt, konterkariert jedoch das Ziel des Protestes und macht ihn also unwirksam. Vermutlich soll das Argument aber auch genau so wirken.
Interessant auch die Bandbreite, mit der die Schulen selber darauf reagieren. In manchen Fällen gehen die Lehrkräfte einfach mit, weil sie das Anliegen wichtig und richtig finden, andernorts werden die Streiktage als Fehltage im Zeugnis vermerkt (O-Ton: „Das ist der Preis des Protests!“).
Wir von der AGJF sind auch dafür: Da gehört auf jeden Fall ein Vermerk ins Zeugnis! Aber keiner, der die Tage als Fehltage benennt, sondern als Anerkennung: Hat sich für den Klimaschutz engagiert! Hat im Übrigen sehr viel dabei gelernt: Selbstorganisation, Verantwortung, technische und ökologische Zusammenhänge…!

Für die AGJF ist die Haltung klar: Wir unterstützen die Aktion der Kinder und Jugendlichen uneingeschränkt.
Dabei ist die Erkenntnis, dass es sich um einen Bildungsprozess handelt, aus fachlicher Sicht völlig richtig und zu begrüßen. Allerdings darf die OKJA, wie die ganze außerschulische Jugendbildung, nicht in ein paternalistisches „Habt ihr toll gemacht!“ verfallen und dabei die Vorzüge außerschulischer Bildung preisen. Auch wenn die Bildungsprozesse auf der Hand liegen: Wir dürfen nicht der Versuchung einer Instrumentalisierung erliegen. Das verdeckt das inhaltliche Anliegen der jungen Leute.
Jede Einrichtung der OKJA sollte sich vielmehr überlegen, wie eine Unterstützung der Kindern und Jugendlichen aussehen könnte: Was können wir tun, um das Anliegen voranzubringen?
Wir schlagen vor:
•    Das Jugendhaus öffnet zum Zeitpunkt des Schüler*innenstreiks, bietet (fair gehandelten!) Kaffee, Tee an.
•    Die Fachkräfte unterstützen die Schüler*innen in der Organisation: Schilder und Transparente können im Jugendhaus oder auf der Jugendfarm gemalt werden, ein Raum kann für Besprechungen genutzt werden.
•    Die Einrichtungen beraten bei der Öffentlichkeitsarbeit – wenn die Schülerinnen und Schüler das möchten
•    …

Eines erscheint besonders wichtig: Das Thema aufnehmen! In der OKJA ist es Prinzip: Thema ist, was Kinder und Jugendliche mitbringen, ihre Sorgen, ihre Träume, ihre Ideen.
Und da sollten wir uns in der OKJA an die eigene Nase fassen: Wie praktizieren die Einrichtungen Klimaschutz? Wo war das bislang Thema? Wie sieht die CO2-Bilanz unserer Angebote aus? Wie gestalten wir Mobilität – beruflich und privat?
Es ist hohe Zeit, dass die gesamte OKJA das Thema Klimaschutz sehr viel ernster nimmt als bislang. Vielfach ist das wiederum eine Frage unserer Perspektive, wie wir die Äußerungen von Kindern und Jugendlichen wahrnehmen und in Zusammenhänge stellen. Die Jahrhunderttrockenheit des vergangenen Sommers hat dazu viele Gelegenheiten geboten. Genaugenommen ist es recht einfach: jedes Gespräch übers Wetter ist eine solche Gelegenheit, im Fachjargon eine „Bildungsgelegenheit“, aber auch eine Gelegenheit, Aktionen gemeinsam mit den Besucher*innen der Einrichtung zu entwickeln. Und wenn es nur Kaffee-Kochen für die streikenden Schüler*innen ist.

Wir freuen uns über Kommentare und Erfahrungsberichte von Aktionen vor Ort auf unserer Facebookseite!!!

https://www.facebook.com/AGJF.Stuttgart

Martin Bachhofer

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